Eine Reise nach Reykjavik

Wenn einmal eine Reise zu einer der nördlichsten Inseln der Welt führen soll, ist Island mit der Hauptstadt Reykjavik das ideale Reiseziel. Reykjavik ist die größte Stadt der Insel und wartet mit Kultur, Natur und Abenteuern auf.

Museumslandschaft in Reykjavik

Das Nationalmuseum stellt Meisterwerke des künstlerischen Schaffens und isländische Alltagsgegenstände aus. Darüber hinaus wird hier die bewegte Geschichte des Landes dargestellt. Im Museum des kulturellen Erbes Islands können neben der Nationalen Handschriftensammlung auch verschiedene Ausstellungen besichtigt werden. Hier finden auch kulturelle Veranstaltungen statt. Historische Dokumente der Handschriftensammlung Árni-Magnússon werden in eigenen Räumlichkeiten ausgestellt. Die Nationalgalerie beherbergt 5000 Kunstwerke, die in wechselnden Ausstellungen präsentiert werden. Der Sammelschwerpunkt liegt bei isländischen Künstlern. Andere Museen sind einzelnen Malern oder Bildhauern gewidmet, meistens ist auch ein Skulpturengarten an die Museen angeschlossen, wie beim Einar-Jónsson-Museum. Mitten in der Stadt kann das Freilichtmuseum Árbæjarsafn besichtigt werden. Hier stehen mehrere Häuser aus dem 19. Jahrhundert mit authentischer Inneneinrichtung. Oft kann man hier Handwerkern bei traditionellen Arbeiten zuschauen. Auf der Halbinsel Seltjarnes befindet sich das Apotheken- und Medizinmuseum mit einer Apothekennachbildung aus dem frühen 20. Jahrhundert.

Sakral- und Profanbauten in Reykjavik

Der Dom von Reykjavik wurde 1796 eingeweiht und gehört damit zu den ältesten Bauwerken Reykjaviks. Die moderne Kirche Hallgrímskirkja, die auf einer Anhöhe steht, zählt zu den Wahrzeichen von Reykjavik. Der nahezu 75 Meter hohe, markante Kirchturm überragt die Stadt. Die Kirche bietet Platz für 1200 Gäste. Das Kircheninnere wurde mit gotischen Elementen gestaltet. Im Erdgeschoss des Rathauses kann eine dreidimensionale Karte der Insel besichtigt werden. Als weiteres Wahrzeichen gilt Perlan. Perlan steht für eine Glaskuppel, die sich über Heißwassertanks wölbt. Die Heißwassertanks dienen der Warmwasserversorgung und beheizen Straßenzüge und Gehwege. Hier befindet sich das Sagamuseum, das die Inselgeschichte mit historischen Nachbildungen und lebensechten Silikonfiguren darstellt. Die Erklärungen der Szenerien werden mit einem Audio-System übermittelt. Des Weiteren gibt es im Perlan ein Restaurant, ein Geschäft, einen Palmengarten und einen nachgebildeten Geysir. Beim Hafen steht die Rekonstruktion der einzigen Dampflok von Island, die zum Hafenbau eingesetzt wurde. Harpa, ein Konzerthaus und Konferenzzentrum, beeindruckt durch seine Ausmaße und seine Glasfassade.

Land und Leute kennen lernen

Günstig ist die für Touristen angebotene Karte, mit der man die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen kann und kostenlosen Eintritt in ausgewählte Museen und Freibäder erhält. Bei der Touristeninformation starten täglich Stadt- und Themenrundgänge durch Reykjavik. Im Laugardalur-Park können Jung und Alt Kunst und Kultur sowie weitere Attraktionen erleben. Die Straße Sæbraut führt in die Innenstadt und wird von einigen Skulpturen gesäumt. Viele kleine Läden bieten in der Straße Laugavegur ihre Waren an. Aber auch große Shoppingcenter gibt es in Reykjavik. Die Küche in Island bietet kulinarische Genüsse für jeden Geschmack, wie Fast Food, indische, vegetarische oder traditionelle Küche. Die zahlreichen Bars und Clubs garantieren ein reges Nachtleben. In Reykjavik befindet sich der Tjörnin, ein See, der von vielen Vögeln als Nistplatz genutzt wird. Von Reykjavik aus kann man zu abenteuerlichen Ausflügen starten. So ist dem Hafen die Insel Viðey vorgelagert, wo sich die Lichtinstallation “Imagine Peace Tower” befindet und man an erstarrter Lava vorbei wandern kann. Wanderungen um Reykjavik führen über verschiedene Untergründe zu beeindruckenden Wasserfällen und Geysiren. Oder man unternimmt Geländewagenausflüge in die nahen Gebirge zu Wasserfällen und Gletscherzungen.

Foto: Jens Ottoson – Fotolia.com

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