Tourismus in Island

Island befindet sich im Nordatlantik und wird als zweitgrößter Inselstaat Europas bezeichnet. Geprägt wird die Insel durch zahlreiche Vulkane, die immer wieder zum Ausbruch kommen. Allein 75 Prozent der dort anzutreffenden Menschen sind nur Touristen, die die Faszination Island entdecken wollen. Ein touristischer Anziehungspunkt, den es so kein zweites Mal auf der Erde gibt.

Ausflugsziele für Touristen

Die Vulkaninsel Island lebt buchstäblich nur von den Touristen. Zahlreiche Menschen suchen das ganze Jahr über die Insel auf, um zum einen einmal einen echten Vulkan gesehen zu haben und zum anderen um die großflächigen Gletscher zu bestaunen. Denn dadurch, dass Island direkt auf der Grenze zweier Kontinentalplatten liegt, kann man diese einzigartigen Naturerscheinungen auf einer einzigen Insel erleben. Der größte Touristenstrom wird im Sommer verzeichnet. Zwischen Juni und August sind dort offizielle isländische Sommerferien, wovon die Touristen gleichzeitig profitieren können. Denn die ansässigen Internatsschulen dienen in dieser Zeit als Unterbringungsmöglichkeiten für Touristen.

Mit den Jahren haben sich touristische Anziehungspunkte herausgeprägt, die bei jeder Island Tour mit einbezogen werden. Als Bademöglichkeit greift man zur Blauen Lagune zurück, die sich in der Nähe des internationalen Flugplatzes befindet. Weiterhin nutzt man die Möglichkeit einer Tagestour, die auch als Goldene Rundfahrt bezeichnet wird. Bei diesem Tagesausflug besichtigt man die Thing-Stätte Þingvellir, den einzigartigen Wasserfall Gullfoss und das berühmte Geothermalgebiet Haukadalur. Im Geothermalgebiet kann man Hautnah den Ausbruch von Geysiren miterleben sowie in den Genuss einer Thermalquelle kommen. Je nach Gemütsstimmung des Reiseleiters kann bei dieser Rundtour noch die Besichtigung von heißen Quellen oder des Vulkankrater Kerið mit inbegriffen sein.

Als touristische Ausflugsziele ist aber auch noch der Thingplatz der Isländer zu betrachten, bei dem man einen kleinen Einblick in den geschichtlichen Hintergrund der Insel bekommt. Selbstverständlich muss man sich nicht nur im Bereich um die Hauptstadt bewegen, sondern je nach Erfahrung und Interesse können auch weiter entfernte Sehenswürdigkeiten aufgesucht werden. Dazu zählt mitunter der Skaftafell-Nationalpark. Hier erlebt man ein Naturschauspiel der besonderen Art. Eintönige Gesteinsoberflächen wechseln sich mit Wasserfällen und einer grünen Landschaft ab – das sind Gegensätze, die man einfach gesehen haben muss. Aber auch von dem Mývatn See wird man beeindruckt sein, bei dem man von harmlosen Mückenschwärmen umzingelt wird, die sich über dem klaren Wasser und der wunderschönen Landschaft tummeln.

Tauchen und Schnorcheln inmitten von Island

Für all diejenigen, denen Gletscher und Vulkane nicht ausreichen, bietet sich noch die Silfra-Spalte an. Die Silfra-Spalte befindet sich im Þingvellir-Nationalpark und bietet gerade für Taucher und Schnorchler ein unvergessliches Erlebnis. Ein weit verzweigtes Höhlensystem lädt zum Erforschen ein. Kristallklares Wasser sorgt für gute Sicht auf die bestehenden Lavafeldformationen. Und obwohl das Wasser nur eine Temperatur von 2-4 Grad Celsius aufweist, schrecken die Touristen vor einem Sprung in das kühle Wasser nicht zurück. Die Gesteinsformationen sind dort einfach zu einzigartig, so dass man alles gesehen haben muss.

Anreisemöglichkeiten

Damit Touristen überhaupt auf die Insel kommen können, müssen schon einige Umwege in Kauf genommen werden. Früher war die Insel nur mit dem Flugzeug oder der Fähre zu erreichen doch inzwischen gibt es auch die Autofähre zwischen Dänemark, Färöern und Island.

Foto: Jochen Scheffl – Fotolia.com

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